Corona Winter Care Pakete

Die Zweite Welle der Covid-19-Pandemie kommt mit Macht angerollt. Inzwischen gilt erneut ein "Lockdown light". Für Wirte, Gewerbetreibende, für Restaurantbesucher, Berufstätige, Eltern, für Ärzte, Krankenschwestern und für alle, die alters- oder krankheitsbedingt zu Risikogruppen gehören, ist die Lage schlimm genug. Aber was macht das Virus mit Obdachlosen, Geflüchteten und Bedürftigen, die auch ohne Pandemie schon am Rande der Gesellschaft stehen?

Mit Blick auf diese Menschen, die gemeinhin als "Randgruppen" bezeichnet werden, hat mog61 Miteinander ohne Grenzen e.V. im Sommer Corona Care Pakete verteilt. Das ist eine hübsche, nachhaltige Baumwolltasche mit einer Ration für den Notfall. Wasser, Toilettenpapier, eine Mund-Nasen-Maske, Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel, Kekse und Süßigkeiten. Und es sollte auch ein Signal sein. Selbst in diesen schwierigen Zeiten gilt: Niemand ist allein! 300 dieser Taschen hat mog61 inzwischen ausgegeben.

Jetzt sinken die Temperaturen, es wird unwirtlich draußen, der Winter steht vor der Tür. Deshalb gibt es nun eine zweite Auflage der Aktion: Corona Winter Care Pakete. Nocheinmal bis 400 Taschen! Der Inhalt wurde entsprechend der Jahreszeit leicht variiert: Trockensalami und Dosenfisch für die Proteine und vor allem etwas Warmes! Vielleicht ein Schal, Handschuhe, Mützen, gestrickte Socken. Es sind bereits zahlreiche Spenden eingegangen, doch wir suchen weiter nach Decken, Schlafsäcken, Thermosflaschen. Auch Tabak ist in der Obdachlosenszene ein wertvolles Gut. Besonders Gewerbetreibende, Geschäfte und Handelsketten werden um Sachspenden gebeten. Natürlich sind auch Stricker*innen herzlich willkommen.

Neben den Taschen, die sich bequem über der Schulter tragen lassen, sind auch kleine Geschenkpäckchen geplant. Schließlich steht Weihnachten vor der Tür! Dabei sollen auch die Hunde von Obdachlosen bedacht werden sollen. Für viele Menschen ohne Dach über dem Kopf sind Tiere wichtige, vielleicht sogar die wichtigsten Kommunikationspartner. Vereinsvorsitzende Marie Hoepfner begründet das Engagement des komplett ehrenamtlich tätigen, gemeinnützigen mog61 e.V. so: "So schlimm es auch sein mag - bei einem Lockdown können wir uns in unsere eigenen vier Wände zurückziehen. Wenn es im Winter kalt wird, drehen wir einfach die Heizung auf. Aber die Menschen da draußen auf der Straße - sie haben nichts!"