Fundraising für Care Pakete

An dieser Stelle sei zuerst den vielen Spendern gedankt, die es ermöglicht haben, dass mog61 Miteinander ohne Grenzen e.V. die ersten 300 Corona Care Pakete befüllen und inzwischen auch verteilen konnte. Ohne ihre Hilfe - und viele Gewerbetreibende, Geschäfte, Drogeriemärkte oder Handelsketten haben uns großzügig unterstützt - hätten wir selbst niemals helfen können. Eine aktuelle Liste der verschiedenen Sponsoren und eine zusammenfassende Darstellung des ganzen Projekts findet sich hier.

Hier wollen wir nun etwas ausführlicher erzählen, wie es gelang, die vielen leckeren Dinge überhaupt zusammenzubekommen. Es ist die Geschichte von Marie und Martina. Links sehen wir sie auf Martinas Roller am Marheinekeplatz, rechts noch einmal am Eingang der Bergmannstraße. Da waren sie gerade zu Sirplus unterwegs. "Wir haben eine ganze Weile verhandelt. Dann hat Anton gesagt: Also nee, fahrt mal zum Lager, da steht was bereit!", erinnert sich Martina. "Die haben uns unheimlich viel zur Verfügung gestellt: Süßigkeiten, Wasser, Kekse, Kaffeesahne."

In der Bergmannstraße stießen die beiden (in der MItte Uwe) aber auch bei der Kaiser-Apotheke und beim dm-Markt auf offene Ohren, der so viele Reiswaffeln, Duschgel, Zahnbürsten, Zahnpasta, Seife und Masken spendete, dass die Kisten schier nicht mehr in Martinas Autos passten. Äußerst spendabel zeigten sich auch die dm-Märkte im Bahnhof Südkreuz, in Schöneberg und Tempelhof. "Hingehen, mit den Leuten reden, das Projekt vorstellen und eine Zusagen kriegen", so beschreiben Marie und Martina ihr Erfolgsrezept.

Am Anfang haben sie "unglaublich viele Mails" verschickt - durchaus mit Erfolg. Aber mit der Zeit stellte sich heraus, dass der persönliche Kontakt zu Unternehmen aus der Region noch besser kommt. "Überwindung kostet es mich eigentlich nicht", sagt Martina. "Im Prinzip finden alle unsere Care Pakete für Bedürftige und Obdachlose eine ganz tolle Sache!"

Aoste war auch so ein Zufallstreffer. "Die haben gesagt: Ja, das machen wir. Wir schicken euch was!" Und dann kam von der Campofrio Food Group eine halbe Palette luftgetrocknete Mini-Salamis. Andraschko spendete reichlich Tee, Martina hatte berufliche Verbindungen zu Marmelicious, bei denen waren plötzlich mehrere hundert Gläser Marmelade übrig. Wegen Wasser rief sie einfach mal bei Preussenquelle an. Die hatten nur Wasser in Glasflaschen, aber dann hieß es: "Warten Sie mal, ich kenne da jemanden ..." Das führte zu Flaschenteufel.

Mit der Zeit aber entstand ein großes Problem: Wo sollten all die leckeren Dinge aufbewahrt werden? Zunächst erwies sich das Mehrgenerationenhaus in der Gneisenaustraße (dort entstanden auch die beiden Fotos oben) als großzügiger Gastgeber. Hier wurden die ersten Kisten ausgepackt und die ersten Care Pakete eingetütet. Dann allerdings fehlte es doch an Platz und das inzwischen mächtig angeschwollene mog61-Lager zog in die Gitschiner Straße 15 um, zu Jürgen und Conny, in das Zentrum für Gesundheit und Kultur gegen Ausgrenzung und Armut.

Unter seinem Dach finden nun all die komplizierten Tätigkeiten statt, die mit so einer umfangreichen Lagerverwaltung verknüpft sind. Wareneingang, Warenausgang. Stapeln, zählen, eintüten. Das will schließlich alles organisiert sein. Und bei knapp 300 Taschen kommen gehörige Mengen ins Spiel. Das bedeutet schon mal Rücken und Schmerzen im Knie vom Bücken. Bereits im Juli verteilte mog61 in der Gitschiner Straße die ersten Corona Care Pakete. Mehr als 100 Taschen wurden inzwischen bei "Laib und Seele" verschenkt, der Essensausgabe für Bedürftige an der Passionskirche. Aber das ist schon wieder die nächste Geschichte. Und es geht voran! Klopapier wird langsam knapp, Duschgel fehlt und bald muss auch wieder neu eingetütet werden. Warme Socken für den Winter wären eine gute Idee, Einwegrasierer für die Männer. "Ich bin schon an zwei Firmen dran", berichtet Martina.