Lesen ohne Grenzen! Filmabend: Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm

Anlässlich des 70. Todestags von Bertolt Brecht am 14. August 2026 zeigen wir im Rahmen unserer Reihe „Lesen ohne Grenzen” den Film „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm” (Deutschland/Belgien, 2018) des Regisseurs Joachim A. Lang in deutscher Sprache.

Mittwoch, 1. Juli 2026, 19:00 Uhr
mog61 Kiez-Laden

Mittenwalder Straße 49

10961 Berlin

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber sehr willkommen, da sie uns die Planung erleichtert.

Wir bieten einen kleinen Imbiss und erfrischende Getränke an. Wir freuen uns über eine kleine Spende. 

Der Film:

Der Film erzählt nicht einfach die Geschichte von Mackie Messer. Vielmehr begleitet er Bertolt Brecht und sein Umfeld in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren bei dem Versuch, die „Dreigroschenoper“ nach Brechts eigenen Vorstellungen auf die Leinwand zu bringen. Dabei verbindet der Film die Handlung des berühmten Theaterstücks mit der spannenden Entstehungsgeschichte des geplanten Films und dem Konflikt zwischen Brecht und der Filmindustrie. Brecht wollte seine gesellschaftskritische Vision kompromisslos verwirklichen – und scheiterte zunächst an den Interessen der Produzenten. Aus diesem Konflikt entstand einer der bekanntesten Urheberrechtsprozesse der Weimarer Republik.

Joachim A. Lang greift Brechts ursprüngliche Filmidee auf und verknüpft sie mit Szenen aus der „Dreigroschenoper“, historischen Ereignissen sowie Einblicken in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der späten Weimarer Republik. Mit einer hochkarätigen Besetzung und eindrucksvoll eingebundenem Archivmaterial entsteht ein außergewöhnlicher Meta-Film, der Theater, Film und Zeitgeschichte miteinander verbindet und zugleich Brechts künstlerische Vision würdigt.

Im Mittelpunkt stehen Fragen, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben: Wie hängen Macht, Geld und Moral zusammen? Welche Verantwortung tragen Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Krisenzeiten? Und was geschieht, wenn wirtschaftliche Interessen wichtiger werden als Menschlichkeit?

Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zu einem gemeinsamen Gespräch ein. In entspannter Atmosphäre möchten wir über den Film, Brechts Gesellschaftskritik und deren Aktualität diskutieren. 

Besetzung u.a:

– Lars Eidinger (Berthold Brecht)

– Tobias Moretti (Macheath)

– Hannah Herzsprung (Polly/Carola Neher)

– Joachim Król (Jonathan Jeremiah Peachum)

– Claudia Michelsen (Frau Peachum)

– Christian Redl (Tiger Brown)

 

Dreigroschenoper:

Brecht stellt in der „Dreigroschenoper“ eine Welt vor, in der Kriminelle wie Geschäftsleute agieren und Moral scheinbar käuflich wird. Genau dieses Paradoxon inszeniert Bertolt Brecht in seiner „Dreigroschenoper“. Trotz des Namens ist „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht keine klassische Oper. Genau genommen ist es ein Theaterstück mit musikalischen Einlagen, ein sogenanntes „Stück mit Musik“, das Elemente aus Kabarett, Jazz und Operette verbindet.

Lesen ohne Grenzen!                                                                                                                                                      

Literatur und Film, die verbinden.

Hier entdecken wir gemeinsam Werke, die heute noch – oder wieder – bewegen. Literatur und ihre Verfilmungen eröffnen neue Perspektiven, regen zum Nachdenken an und laden dazu ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Im Rahmen von „Lesen ohne Grenzen!“ stellen wir regelmäßig ausgewählte Textauszüge aus Büchern vor, die aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreifen oder deren Autorinnen und Autoren aus besonderem Anlass im Mittelpunkt stehen – beispielsweise anlässlich eines Jubiläums, eines Geburtstags oder Todestags oder im Zusammenhang mit einem historischen Ereignis.

Nach demselben Prinzip funktionieren auch unsere Filmabende. Ausgewählte Filme greifen gesellschaftlich relevante Themen auf und laden dazu ein, Geschichte, Gegenwart und unterschiedliche Lebenswirklichkeiten gemeinsam zu entdecken und zu reflektieren.

Im Anschluss an die Lesung oder den Film ist Zeit für den gemeinsamen Austausch. Wir sprechen über die Gedanken, Fragen und Eindrücke, die die Texte oder Filme auslösen, und diskutieren ihre gesellschaftliche Bedeutung – offen, respektvoll und aus unterschiedlichen Perspektiven.nEin kleiner Imbiss und erfrischende Getränke runden die Veranstaltung ab und bieten Gelegenheit, die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortzusetzen.

Verkehrsanbindung

U-Bahn: U7, Haltestelle Gneisenaustraße

Bus: Linien M19, M29, M41, 140 und 248

Am besten kommt ihr mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit Bus und U-Bahn. So vermeidet ihr Stau und Parkplatzstress und tut gleichzeitig etwas für die Umwelt.“