mog61 e.V. – Fest der Inklusion 2026

Gemeinsam gegen Ausgrenzung – Teilhabe stärkt unsere Demokratie!

Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Unser gemeinnütziger Verein mog61 Miteinander ohne Grenzen e. V. aus Berlin-Kreuzberg würdigt diesen Tag jedes Jahr mit einer Reihe von Veranstaltungen, bei denen Menschen mit Einschränkungen ausdrücklich einbezogen werden.

In Anlehnung an das diesjährige Motto der Aktion Mensch „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ organisiert mog61 e. V. sein traditionelles Fest der Inklusion am 8. Mai. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Ausgrenzung – Teilhabe stärkt unsere Demokratie!“ bildet das Fest die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Reihe von mog61 e. V. zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Begleitend zum Fest der Inklusion findet am 3. Mai ein inklusiver Spaziergang statt, der alle dazu einlädt, sich gemeinsam für unsere Forderungen gegen alltägliche Diskriminierung zu mobilisieren. Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen, mit und ohne Behinderung, sollen zusammengebracht werden, um Forderungen und innovative Ideen für mehr Teilhabe zu sammeln. Diese werden beim Fest der Inklusion am 8. Mai sichtbar gemacht.

Ziel dieser beiden Veranstaltungen ist es, eine Möglichkeit der Begegnung und des Austauschs zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, Kiezbewohner:innen sowie obdachlosen und bedürftigen Menschen in einer von Offenheit und gegenseitiger Achtung getragenen Atmosphäre zu schaffen.

Inklusiver Spaziergang am 3. Mai, 14–15 Uhr

Angekoppelt an unser diesjähriges Fest der Inklusion laden wir Menschen mit und ohne Behinderung am Sonntag, den 3. Mai, um 14 Uhr zu einem Spaziergang ein, bei dem Barrierefreiheit und Inklusion im Kiez im Mittelpunkt stehen. Wir werden gemeinsam die Bergmannstraße und die umliegenden Straßen erkunden und nach Hindernissen suchen, mit denen Menschen mit Sehbehinderung, im Rollstuhl, mit Rollator, Kinderwagen oder mit Kindern konfrontiert sind.

Wir treffen uns um 14 Uhr vor unserem Kiez-Laden in der Mittenwalder Straße 49 und gehen anschließend die Mittenwalder Straße entlang in Richtung Marheinekeplatz. An der Gneisenaustraße machen wir einen kleinen Abstecher zum bereits fertiggestellten, aber noch nicht freigegebenen Aufzug zur U-Bahn. Anschließend gehen wir weiter zum Marheinekeplatz, wo auch das Thema des nicht barrierefreien Spielplatzes deutlich wird. Danach begehen wir die Bergmannstraße, die Baerwaldstraße und die Fürbringerstraße bis zu unserem Kiez-Laden. Bei Kaffee und Kuchen lassen wir dort unsere Eindrücke und Erkenntnisse Revue passieren. Die Route wird je nach Gehvermögen der Teilnehmer:innen und abhängig vom Wetter spontan angepasst. Bei schlechtem Wetter findet stattdessen eine Diskussionsrunde bei Kaffee, Tee, Schokolade und Gebäck im Kiez-Laden statt. Dabei kommen wir gemeinsam ins Gespräch darüber, wie tatsächliche Teilhabe möglicher werden kann.

Mit dem inklusiven Spaziergang am 3. Mai wollen wir Barrieren für Menschen mit Erkrankung und/oder Behinderung sichtbar machen und zugleich auch Hindernisse für nicht betroffene Menschen aufzeigen. Unser Ziel ist es, Barrieren abzubauen und das Bewusstsein für die UN-Behindertenrechtskonvention zu stärken. Dazu formulieren wir konkrete Forderungen zur Umsetzung der Konvention und für eine inklusive Gesellschaft, in der Menschenrechte ernst genommen werden.

Fest der Inklusion am 8. Mai, 16-19 Uhr

Am 8. Mai wird unser Fest der Inklusion am Südstern als öffentliches Fest mit einem vielfältigen, niedrigschwelligen, barrierefreien Programm aus Mitmachaktionen und Live-Musik von der Band „Frei!raum“ stattfinden, zu dem alle Menschen mit und ohne Behinderung eingeladen sind. Mit Informationen, Begegnungen, Gesprächen sowie Essen und Trinken, und Grillen, sofern das Wetter es zulässt, möchten wir auf die Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen und vor allem dazu beitragen, Barrieren in den Köpfen abzubauen und Inklusion im Alltag zu fördern.

Eingeladen sind bewusst obdachlose und bedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung sowie die Nachbarschaft. Denn unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Sie sollen Nähe erleben und miteinander auf Augenhöhe feiern. Denn wollen gezielt Menschen in der Nachbarschaft ansprechen, die bislang wenig Berührungspunkte mit Inklusion hatten, und zugleich Betroffene darin stärken, ihre Rechte einzufordern. Alle Gäste, ob aus der Nachbarschaft oder aus schwierigen Lebenssituationen, sind herzlich eingeladen, mit uns zu essen, zu feiern und ins Gespräch zu kommen. So werden bestehende Vorurteile abgebaut und Barrieren sichtbar gemacht, um gemeinsam an konkreten Lösungen zu arbeiten.  Unser Ziel ist es nicht nur, auf bestehende Herausforderungen aufmerksam zu machen, sondern auch aktiv zur Überwindung von Hindernissen beizutragen. Wir möchten klare und richtungsweisende Botschaften formulieren und eine Politik einfordern, die den Bedürfnissen aller Bürger:innen gerecht wird. Besonderes Augenmerk legen wir darauf, auch diejenigen anzusprechen, die bisher noch nicht mit dem Thema Inklusion in Berührung gekommen sind.

Alle Infos auf einen Blick

Veranstaltung Datum Uhrzeit Ort
Inklusiver Spaziergang Sonntag, 3. Mai 2026 14:00–15:00 Uhr (ggf. bis 16:00 Uhr) Kiez-Laden, Mittenwalder Straße 49, 10961 Berlin
Fest der Inklusion Freitag, 8. Mai 2026 16:00–19:00 Uhr Vor dem Tiny House am Südstern (U7)